Liebe Freundinnen und Freunde der Adventmusik,

seit 1972 hat der Kapuzinerchor jährlich am Dritten Advent die Kapuzinerkirche St. Anna in Burghausen mit den Klängen der Adventmusik gefüllt. Für viele Zuhörerinnen und Zuhörer, aber auch für die Mitglieder von Chor und Orchester ist die Musik am Gaudetesonntag zu einem unverzichtbaren Ruhepunkt in der Vorweihnachtszeit geworden.

In diesem Jahr muss die Annakirche ausnahmsweise still bleiben. Die gegenwärtigen Bestimmungen im Zusammenhang mit der Coronakrise lassen es nicht zu, dass wir wie geplant am 12. und 13. Dezember zur Adventmusik zusammenkommen. Gleichzeitig entfällt auch der Bazar, den die Franziskanische Gemeinschaft OFS immer im Anschluss an das Konzert im Klostergang zusammenstellt.

Wie Sie wissen, werden anlässlich von Adventmusik und Bazar jedes Jahr Spenden gesammelt, die Hilfsprojekten der Kapuziner in Albanien und Uganda sowie der Gengenbacher Franziskanerinnen in Chile zugutekommen. Allein im vergangenen Jahr haben Sie am dritten Advent einen Betrag in Höhe von 8.400 Euro gespendet. Dafür sei Ihnen herzlich gedankt.

Auch wenn wir es noch so sehr bedauern, können wir unter den gegenwärtigen Bedingungen nichts daran ändern, dass die diesjährige Adventmusik entfallen muss. Woran wir allerdings auch in diesem Jahr etwas zum Guten ändern können, ist der finanzielle Spielraum, in dem die Hilfsprojekte in Albanien, Uganda und Chile vorangetrieben werden können. Mehr noch: Gerade jetzt wird unsere Hilfe ganz besonders benötigt.

Wir bitten Sie daher auf diesem Wege herzlich um Ihre Spende mit dem Betreff „Spende Adventmusik 2020“, IBAN DE25 7116 0000 0305 8413 80, BIC GENODEF1VRR. Wir versprechen Ihnen: Im kommenden Jahr werden wir dafür ein so vielfältiges Programm zusammenstellen, dass es für zwei Spenden reicht.

Einstweilen halten wir unsere Stimmen warm und hoffen darauf, in absehbarer Zeit wieder für Sie musizieren zu können. Auf unserer Homepage unter www.kapuzinerchor.de sowie über die Lokalpresse halten wir Sie diesbezüglich auf dem Laufenden.

Vor allem aber bleiben wir Ihnen in Gedanken und im Gebet verbunden und wünschen Ihnen für die Weihnachtstage und weit ins Neue Jahr die Zuversicht des Engels, der den Hirten in der nächtlichen Dunkelheit zuruft: „Fürchtet Euch nicht!“


 

Wie im Anfang…
 
Wenn wir am 3. Advent den Gaudete-Sonntag feiern, steht Weihnachten unmittelbar bevor. So kurz vor dem Fest der Menschwerdung verspüren viele Menschen in unserer Region das Bedürfnis, selbst für einen Moment innezuhalten und Mensch zu sein.
 
Der Chor der Kapuzinerkirche St. Anna Burghausen entspricht diesem Bedürfnis bereits seit 1972 – und seit 1994 unter der Leitung von Bernhard Waas – mit seiner Einladung zur Adventmusik. Dass dieses Angebot zu einem Kleinod des vorweihnachtlichen Veranstaltungskalenders avanciert ist, ist dabei nicht nur der Qualität der Aufführung, sondern auch dem besonderen Zuschnitt geschuldet.
 
Dieser zeichnet sich aus durch einen Wechsel zwischen Musik und Text. Im Mittelpunkt des musikalischen Teils stehen dabei Adventslieder aus unterschiedlichen Epochen, die der Chor der Kapuzinerkirche - teils a capella, teils begleitet vom Orchester – vorträgt. Die Gestaltung der Texte wiederum, die zur adventlichen Besinnung inspirieren, obliegt traditionell einem Kapuzinerbruder.
 
…so auch jetzt und allezeit.
 
Der Chor und das Orchester der Kapuzinerkirche musizieren begleitet durch Heinrich Wimmer an der Orgel und unter der Leitung von Bernhard Waas. Die begleitenden Texte werden von Bruder Georg Greimel, OFMCap vorgetragen.
 
Fester Bestandteil der traditionellen Adventmusik ist seit langen Jahren der Adventbasar im Klostergang, der unmittelbar im Anschluss an die Adventmusik besucht werden kann, organisiert durch die Franziskanische Gemeinschaft OFS Burghausen. Der Erlös aus dem Verkauf von hochwertigem Kleinhandwerk, weihnachtlichem Gebäck und Marmeladen geht an das Kinderheim St. Klara des Seraphischen Liebeswerkes in Uganda, Projekten der Kapuziner in Fushe-Arrez in Albanien (Br. Andreas Waltermann), der Armenküche der Kapuziner in Belozem/Bulgarien sowie in die ehemalige Kapuzinermission in Chile (Gengenbacher Franziskanerinnen). Auf diesem Wege sind während der vergangenen Jahre rund 200.000 Euro an Spendengeldern eingeworben worden.